--- Blühpaten gesucht - klicken Sie auf das Bild -- Sekretär/Sekretärin (m,w,d) gesucht -- 

Evangelisch in Bad Königshofen 

Gebet ohne Worte

 

Liebe Gemeinde, 

 

 

der 24. Februar wird als trauriges Datum in die Geschichte eingehen. Denn seit diesem Tag herrscht wieder Krieg in Europa. Es ist natürlich nicht so, dass es vor diesem Tag keinen Krieg gegeben hätte. Und doch ist es so, dass uns dieser Krieg betroffener macht als alle anderen Nachrichten aus Syien, Mali, dem Jemen und vielen anderen Kriegsherden der Welt. Das muss und kann man beschämt zugeben. Dieser Krieg aber - auch das kann man sagen - wirkt bedrohlicher auf uns als andere. Der Kriegstreiber scheint so unberechenbar und dabei doch so mächtig.  

 

Unser Gebet hält den Machthaber in Moskau nicht von seinem Kriegszug ab. Aber es ist ein Zeichen: ein Zeichen der Hoffnung. Ein Zeichen unserer Sehnsucht. Und ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen, die durch den Krieg ihre Heimat verloren haben. Und - das hoffe ich - ein Zeichen der Verbundenheit mit den vielen Menschen, deren Kriegsleid weniger Aufmerksamkeit bekommt. Danke für jedes gemeinsam gesprochene Gebet bei den ök. Friedensandachten, genauso für jedes stille Gebet zu Hause. Immer noch liegt ein Friedensgebet zum Mitnehmen in den Kirchen aus.  

 

Seit kurzem findet nun ein Sprachkurs für ukrainische Flüchtlinge, organisiert durch Renate Knaut von der Volkshochschule, in unserem Gemeindehaus statt.  

 

Die ökumenische Gethsemanenacht war eine der ersten Veranstaltungen, die wir nach den Einschränkungen wegen der Pandemie wieder wagen konnten und wollten. Obwohl viele verständlicherweise noch vorsichtig sind, haben sich doch etliche Gottesdienstbesucher zu diesem meditativen Stationengottesdienst in der Stadtpfarrkirche versammelt. Die Sehnsucht nach Gemeinschaft, die Sehnsucht auch nach tröstenden, wohltuenden Worten und Gesten in dieser Nacht war ganz besonders spürbar.  

 

Wer indes in der Osternacht Gemeinschaft gesucht hat, wurde jäh enttäuscht. Ob es an der noch vorherrschenden Vorsicht in der Bevölkerung lag oder an einer Entwöhnung, die sich in den zwei Jahren Pandemie eingestellt hat - das lässt sich schwer beurteilen. Es waren kaum 20 Gottesdienstbesucher, die sich zur Feier der Osternacht in der Kirche versammelt haben. Das war bitter vor allem auch für unsere Jugendlichen, die mit viel Elan und Begeisterung für „alle“ - das heißt gut und gern für 60 Personen - ein opulentes Osterfrühstück vorbereitet hatten, und dann vor vielen leeren Plätzen standen.  

Trotzdem haben sie ein dickes Lob verdient und wir hoffen, dass es nächstes  

Jahr wieder anders wird.  

 

Immerhin zum Mitarbeiterempfang war dann doch ordentlich was los und wir haben ein wunderschönes, zwangloses Fest miteinander gefeiert. Alle waren so entspannt, dass leider niemand daran gedacht hat, ein Foto von dem bunten Treiben zu machen. Wer wissen will, wie so ein Gemeindeempfang ist, kommt nächstes Jahr einfach selbst vorbei!  

 

Merkwürdigerweise hat uns übrigens noch niemand auf die auffälligen Farbfelder in der Kirche angesprochen. Vielleicht ahnt der ein oder andere ja schon, dass es etwas mit der bevorstehenden Renovierung zu tun hat, die nach jahrelangem Vorlauf nun doch langsam Fahrt aufnimmt. Was und wie die Kirche am Ende renoviert werden kann, was unter den momentanen Bedingungen noch möglich ist, das ist noch nicht ausgemacht und wird uns in den kommenden Monaten noch sehr beschäftigen und wir werden hier darüber berichten.  

 

Bleiben Sie gespannt!  

 

Ihre Pfarrer  

Tina und Lutz Mertten  

 

. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

  

 

 

 

  

 

 

  

 

 

 

Gemeinde-(er)-Leben 

Gethsemanenacht (Foto: H. Friedrich) 

ök. Friedensgebet (Foto: H.Friedrich) 

Planung Kirchenrenovierung 

Foto: Mertten) 

Osternacht (Foto: Haßmüller)