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Evangelisch in Bad Königshofen 


Synagoge Königshofen 

Quelle: http://www.jüdische-gemeinden.de 

 

 

Es wird nicht mehr viele Gelegenheiten wie diese geben, in denen Überlebende des Holocaust von ihren Erlebnissen berichten und die Menschen der Gegenwart an ihre Verantwortung können. Das sagt auch Sara Atzmon, die auf Einladung des evangelischen Erwachse- nenbildungswerkes zu Gast im Dekanat war, um anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz von ihren Erfahrungen zu berichten. 

 

Sara Atzmon ist 87 Jahre alt, aber ihre Mission verleiht ihr Kraft. In nur zwei Wochen hat sie viele Menschen durch ihre Erzählungen berührt: sie war beim Schulprojekttag in Mellrichstadt, an dem Schüler aus dem ganzen Dekanat teilnehmen konnten, sie hat den gemeinsamen Gedenkgottesdienst in Bad Neustadt miterlebt und mitgestaltet. Sie hat einen Teil ihres Lebenswerkes - Bilder, in denen sie die Erleb- nisse des Holcaust verarbeitet hat - in der Schranne vorgestellt und in einem Vortragsabend im Alten Amtshaus in Bad Neustadt eindrücklich aus ihrem Leben erzählt. 

 

Und als wenn das alles noch nicht genug wäre, hat sie immer noch Kraft gefunden, an vier weiteren Vormittagen Schulen im Dekanat zu besuchen, um vor allem jungen Menschen zu begegnen und ihnen in die Seele zu reden: „Seht, wohin Hass führen kann! 

 

Im Rückblick auf die gemeinsamen Tag bleibt betroffenes Schweigen angesichts ihres erlebten Leides. Es bleibt aber vor allem das Gefühl der Verantwortung, die wir als Deutsche besonders tragen. Es bleibt auch die Dankbarkeit dafür, dass so viele Menschen die Möglichkeiten genutzt haben, Sara Atzmon zu begegnen. Ihre Mühen haben sich gelohnt. Sie ist gehört worden.  

 

Mögen die Begegnungen mit ihr Spuren hinterlassen. (lm)  

 

„Seht, wohin Hass führen kann“ 


Sara Atzmon bei der Ausstellungseröffnung in der Schranne 

(Foto: G. Kupfer) 


Sara Atzmon bei der Ausstellungseröffnung in der Schranne 

(Foto: H. Friedrich)