--- 29. Januar, 19.00 Uhr, Gewölbekeller der Schranne: Ausstellungseröffnung Sara Atzmon --- 

Evangelisch in Bad Königshofen 

Liebe Gemeinde, 

 

„Nix geschimpft ist gelobt genug!“ Diesen Spruch  

habe ich bald nach meiner Ankunft in Franken  

kennengelernt. Darin ist allerdings der Niedersachse  

dem Franken nicht unähnlich: Lob geht ihm schwer  

über die Lippen. 

Warum das so ist, darüber kann man nur spekulieren. Vielleicht, weil sowohl der Franke als auch der Niedersachse - oder der Mensch an sich? - schlecht annehmen kann, wenn er selbst gelobt wird. Und dann will er andere durch zu viel Lob nicht in Verlegenheit bringen. Kann ja sein. Vielleicht ist er auch manchmal einfach zu kritisch - dann lieber gar nichts sagen, als zu viel zu meckern, oder? Dabei kann der, der ab und zu lobt, durchaus auch mal ein kritisches Wort wagen - es wird ihm nicht verübelt. 

Loben und Lieben - diese beiden Worte haben die gleiche Wurzel und daher viel miteinander zu tun. Und eine liebevoll geäußerte Kritik kann selbst wie ein Lob wirken, denn sie zeigt, dass sich jemand konstruktive Gedanken gemacht hat und wertschät- zend wahrnimmt. 

Die letzte Ausgabe des Gemeindebriefes war zum ersten Mal in Farbe und hatte ein neues Layout. Auch in diesem Gemeindebrief finden sich einige Neuerungen. Rück- meldungen auf den Gemeindebrief haben wir aus unserer Gemeinde bisher allerdings wenige erhalten. Genauer gesagt: gar keine! 

Deswegen machen wir Ihnen Mut zum Loben. Und wenn es dann noch etwas Kri- tisches zu sagen gibt, dann sind wir auch dafür sehr empfänglich. 

Und keine Angst: Loben kann man nie genug! 

Eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit und einen gesegneten Beginn im neuen Jahr wünschen Ihren Ihre Pfarrer 

 

Gemeindebrief