--- 29. Januar, 19.00 Uhr, Gewölbekeller der Schranne: Ausstellungseröffnung Sara Atzmon --- 

Evangelisch in Bad Königshofen 

„Wenn der Herrgott mich braucht, dann wird er mich rufen.“ - das hat Walter Fiederling immer wieder mit so viel Zuversicht und ohne jede Angst gesagt. Am 25. September hat Gott ihn gebraucht und ihn im Alter von 85 Jahren zu sich gerufen. Und selten habe ich erlebt, dass sich ein Mensch mit so viel Gewißheit im Herzen und so gut zugerüstet auf den letzten Weg macht. Das darf ein Trost für seine Familie und auch für seine Kirchengemeinde sein. 

Bis zum Schluss war er mit seinem Rat und Gebet mit der Kirchengemeinde verbunden. Pfarrer i.R. Werner Küfner, der lange Zeit mit ihm zusammen die Gemeinde geleitet hat, erinnert noch einmal an einen ganz Großen unserer Gemeinde. 

13 Jahre habe ich mit Walter Fiederling in unserer Gemeinde zusammengearbeitet. Dabei habe ich ihn schätzen gelernt als einen Mann, der mit Eifer und Tatkraft, mit Verantwortungsbewusstsein und Verlässlichkeit sein Amt als Kirchenvorsteher ausfüllte. 

 

Er war aufrichtig und offen. Er sagte seine Meinung gerade heraus, scheute keine Konfrontation, war dabei aber nie verletzend. Ich blicke dankbar auf die Zeit mit ihm zurück. Und nicht nur ich, sondern auch viele Gemeindeglieder. 

Seit 1970 war er Mitglied im Kirchenvorstand – bis 2006! 36 Jahre waren das! 


Walter Fiederling hat in diesen Jahren viel mitgestaltet, darunter die Renovierung der Orgel, später die Renovierung des Pfarrhauses. Ein Gemeindehaus wurde nötig, bei dessen Bau sich Walter Fiederling mit all seiner Energie einbrachte. 

 

Im Kirchenvorstand war er lange Zeit der Vertrauensmann. Und genau das war er: Er genoss das Vertrauen der ganzen Gemeinde. Jeder konnte sich mit einem Anliegen an ihn wenden und war sich sicher, dass er es auf die Tagesordnung setzen würde. 

 

Bei aller harten Diskussion war es sein Anliegen, dass sich die Sacharbeit zielführend und auf das Wohl der Gemeinde ausrichtete.
Besonders wichtig war ihm der Gottesdienst. Es war eine Ausnahme, wenn er einmal nicht in der Kirchenbank saß. Mit großer Selbstverständlichkeit und innerlich berührt teilte er bei nahezu jedem Abendmahl das Brot aus. Die Liebe zum Gottesdienst führte zu seinem Amt als Lektor, das er viele Jahre lang mit Freude und Engagement ausübte. 

 

Im Namen unserer Kirchengemeinde sage ich ihm unseren allerherzlichsten Dank. Wir trauern um ihn und werden ihn vermissen.
Wir befehlen ihn Gott, dem Herrn über Leben und Tod. Sein Glaube war Mittelpunkt seines Lebens. Nun wird er Gott schauen von Angesicht zu Angesicht. 

 

Werner Küfner, Pfr. i. R. 

 

 

Werner Küfner, Pfr. i.R 

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